Tunnelblicke, Augenwischereien


Kürzlich blätterte ich während eines Kaffebesuchs eher minder als mehr interessiert im Daily Mirror, als mir einige Photographien ins Auge sprangen. Gemacht von einem, man kann wohl sagen, stereotypischen Surfer namens Clark Little, auf Hawaii ansässig und auch als Mittdreißiger noch mit Baseballcap schräg behütet. Aber gut, jener Clark Little kam dem Bericht zufolge dem Wunsch seiner Ehefrau nach, doch ein schönes Bild fürs Schlafzimmer zu schießen; warum hat uns an dieser Stelle nicht zu interessieren. Jedenfalls stürzte sich Little beim nächsten Surfausflug mit wasserfester Kamera ins Nass, und war im Anschluss positiv überrascht vom Ergebnis. Die Bilder sind wahrlich imposant, zeigen sie doch Wellenspiele aus zumindest mir unbekannter Perspektive, allerdings habe ich mich auch nur kurz, und zwar während des Lesens einer Kurzgeschichte in Christian Kracht’s Der gelbe Bleistift für den Surfsport begeistern können. Sprich, die Aufnahmen haben mehrheitlich gehobenes Postkartenniveau. Interessant werden Little’s Bilder immer genau dann, wenn viel Wasser und gebrochenes Licht das indexikalische Verhältnis zum Dargestellten verwischen, Farben und Formen ineinander spiegeln. Die Frage nach des Künstlers Intention sollte jedoch besser nicht gestellt werden, aber das hat wohl auch niemand ernsthaft im Sinn? Die Markierungen auf den Photos entschuldige ich, allerdings konnte man sie nur so der Website des Knipsers entnehmen, und auch das nur mit Screenshots. Viel Spaß damit!

Und hier noch ein lahmer Fernsehausschnitt:


1 Antwort auf „Tunnelblicke, Augenwischereien“


  1. 1 A Little more « Mikel Bananeng Pingback am 24. Dezember 2010 um 13:12 Uhr
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