Frosch lass nach

Vor etwas längerer Zeit habe ich mir „Weisse Lilien“ von Christian Frosch angesehen, ein Film, der einige Zeit nachgewirkt hat. Nicht nur war ich erstaunt, dass ein solch ambitioniertes Drehbuch in einem deutschen (okay liebe Österreicher, deutschsprachigen) Film realisiert wird, auch die Bilder sind für eine heimische Produktion bemerkenswert klar. Die digitale Nachbearbeitung ist zwar auch hierzulande nicht unbekannt,
weisse lilien
allerdings scheint sie aus Gründen der Distinktion vom Hollywoodkino nur wenig Anwendung zu finden. Christian Frosch ist das wurscht. Und so kommt sein Fim daher wie eine Kreuzung aus „Aeon Flux“ und „Der Mieter“. Einerseits utopischem Sujet was sich in einer klaren, aber dennoch wirklichkeitsfremden Bildsprache niederschlägt. Andererseits Wahnsinn im Schwellenraum zum Tode, was anbietet, „Weisse Lilien“ im Verbund mit „Der Mieter“ und „Die Geschichte von Marie und Julien“ von Jacques Rivette zu betrachten. Eigentlich ein relativ undeutscher deutscher Film, aber nichtsdestotrotz ambitioniert.